Die Funktionsweise der Alarmanlagen scheint ja recht einfach zu sein. Also Weidezaungerät und die Alarmanlege an den Zaun anschließen, fertig.
Nein, so geht es nicht, jedenfalls nicht, wenn die Alarmanlage im Ernstfall auch anschlagen soll.
Grundsätzlich gilt:
Das Weidezaungerät an den Anfang des Zaunes, die Alarmanlage an das Ende (Abb.4).
Abb.4
Der Zaun darf also nicht geschlossen sein, denn sonst kann man den Zaun an einer Stelle durchtrennen oder sogar einfach daß Tor aufmachen, ohne daß die Alarmanlage anschlägt (Abb.5).
Abb.5
Beide Zaunaufbauten werden nun an gleicher Stelle durchtrennt.
Die Alarmanlage des offenen Systems (Abb.6) schlägt an, die des geschlossenen Systems (Abb.7) nicht. Auch das Öffnen des Weidetores kann die Alarmanlage des geschlossenen Zaunaufbaus nicht erkennen, während bei dem offenen System die Alarmanlage anschlägt.
Abb.6
Abb.7
Zwischen Alarmanlage und Weidezaungerät muß die Zaunführung also an einer Stelle unterbrochen sein. Aber nicht irgendwo, sondern Weidezaungerät und Alarmanlage sollen dicht beieinander stehen, um Sicherheitslücken im Zaun zu vermeiden (Abb.6). Also genau wie eingangs beschrieben das Weidezaungerät am Anfang und die Alarmanlage am Ende des Zaunes.
Abb.8
Abb.9
Bei dieser falschen Plazierung der Geräte weist der Zaun erhebliche Sicherheitslücken auf. Der gesamte untenliegende Zaunbereich ist ungeschützt, da bei Durchtrennung des Zaunes in diesem Bereich, die Alarmanlage Spannung von der anderen Zaunseite erhällt (Abb.9). Das Tor, sowie der obenliegende Zaunbereich wird von der Alarmanlage überwacht (Abb.8).