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Aggressives Pferd...steigt, beisst, ich mag nicht mehr! :o( [Hits: 2037]

Hallo Leute!

Ich muss mir heute mal meinen Frust von der Seele schreiben und hoffe von Euch viele Meinungen, Lösungen oder Vorschläge zu hören.
Derzeit bin ich mit meinem Latein am Ende.

Letzten Oktober habe ich mir einen Wallach gekauft. Ein Paint, inzwischen 6 Jahre alt. Wurde angeritten, stand aber beim Vorbesitzer mehr oder weniger nur auf der Weide.
Der Umgang mit ihm war von Anfang an etwas schwierig.
Wenn der Kerl gute Laune hatte, war alles schön. Nettes Pferd.
An anderen Tagen zickte er beim Putzen rum. Angefangen beim Hampeln bzw Versuch, mich wegzuschubsen, bis hin zum Schnappen nach mir und sogar zum Hinterbeinheben und drohen in meine Richtung, wenn ich Seite oder Bauch putzen wollte.
Zunächst dachte ich an etwas Körperliches/Schmerzen, liess den jungen Mann osteopathisch/physiotherapeutisch durchchecken und bekam gesagt: "Nee, der ist topfit, der veräppelt Dich nur!"
Durch konsequenteren Umgang beim Putzen legte sich "das Gewehre" auch recht bald.

Bodenarbeitstechnisch war anfangs alles in Ordnung. Der junge Mann ist gewichen, um mich herumgezirkelt, alles gut. Zwar hat er beim Rückwärtsweichen immer schon die Ohren angelegt und manchmal auch mit dem Vorderbein gestampft, aber dabei habe ich mir nichts gedacht.

Unser Supergau kam dann am Tag, bevor wir umgezogen sind.
Ich hatte ihn am Knotenhalfter und langem Strick und wollte nur ein bisschen Tüdeln in Vorbereitung auf das Verladen am nächsten Tag.
Als er rechts um mich rumgehen sollte, blieb der Kerl einfach frontal zu mir stehen und bewegte sich keinen Millimeter mehr.
Versuche, ihn vorwärts-/wegzuschicken bzw ihn irgendwie zu bewegen quittierte er mir erst mit heftigem Vorderbeingestampfe, dann mit Ohrenanlegen. Die Situation spitze sich heftig zu und am Ende kam er mit gebleckten Zähne auf mich zugerannt, versuchte mich zu beissen und stand letztendlich auch auf zwei Beinen vor mir, wobei er ernsthaft versucht hat, mich mit den Vorderhufen zu treffen!
Von Strickwedeln und Gertengefuchtel liess er sich dabei nicht die Bohne beeindrucken, sondern wurde nur aggressiver.
Das war wirklich kein Spaß mehr und ich habe soetwas noch nie erlebt!
Aus Mangel an besseren Ideen habe ich ihn dann am Halfter gepackt und seine Hinterhand weichen und ihn seitlich vor mir weichen lassen, nur um ihn doch noch irgendwie zu "bewegen".
(Zerfetzt mich in der Luft, aber ich habe keine Ahnung, was man in solch einer Situation stattdessen macht!)

Soweit, so gut.

Dann sind wir umgezogen und ich suchte mir eine Trainerin, die sich das Elend angucken sollte. Zwischenzeitlich hatte ich alleine einen einzigen Longierversuch gestartet, der aber ähnlich geendet hätte, wenn ich nicht vorher abgebrochen hätte.
Die Trainerin war ebenfalls geschockt, war sich einig darüber, dass mein Pferd nicht nur droht, sondern tatsächlich versucht, mich plattzumachen (...) und gab mir den Tipp, nochmal ganz von vorne anzufagen usw.

So, inzwischen sind ca 6 Wochen vergangen und alles war soweit gut (allerdings habe ich die Longiersituation vermieden) bis auf heute:
Fieser Regen plus Sturm, Pferde schlecht gelaunt.
Ich hole meinen Zossen von der Weide, gehe mit ihm auf den Reitplatz, um wenigstens ein paar simple Führübungen zu machen und was macht der A****?
Legt von Anfang an die Ohren an und bleckt die Zähne!
Nicht falsch verstehen, ich habe nichts abwegiges verlangt, der Zottel sollte nur mit mir im Schritt gehen.
Als ich etwas mehr Druck gemacht habe, dann wieder der Horror: erst Stampfen mit dem Vorderbein, dann hengstiges Scharren mit dem Vorderbein, eindeutig mit dem Ziel, mich zu treffen! Dieses Pferd ist heftig aggressiv dabei!
Als ich lauter/heftiger wurde, war da wieder der Versuch, mich anzusteigen!

Später wurde das alles nochmal getoppt, nämlich als ich ihn zum Saubermachen aus dem Offenstall jagen wollte und er mich wieder heftig angehen wollte! Zum Glück war ich mit einem Besen bewaffnet, den ich ihm entgegengeschmettert habe, sonst hätte er mich getroffen.

Ich bin wahrlich nicht zimperlich und auch nicht zart besaitet, aber das ist mir echt zu heftig.
Ganz offensichtlich haben wir ein Dominanzproblem, das ist mir schon klar.
Ich habe schon lange mit Pferden zu tun, aber sowas habe ich bisher nicht erlebt. Pferde, die mal wissen wollen, ob sie tatsächlich müssen, ja. Aber ein Pferd, dass mich richtig ernsthaft umhauen will, das kannte ich bisher nicht.
Ich bin echt ratlos, was zu tun ist.
Ich merke selber, dass ich verschiedene Situationen meide bzw langsam Angst vor meinem Pferd bekomme. Was auf Dauer gesehen natürlich gar nicht geht.

Ich habe auch gerade gar keine Ahnung, was Ihr für mich tun könnt. Vielleicht wollte ich das alles einfach aufschreiben.
Trotzdem würde ich mich über ein Feedback freuen. Bestimmt rät mir jemand zu einem guten Trainer. Dann aber bitte mit namentlichen Vorschlägen für den Raum Aurich, ich finde nämlich niemanden.

Ich beende meinen Roman jetzt erstmal und danke für Euer Ohr! :o)
Schöne Grüße
SteffiJoe

SteffiJoe


07.06.2017 - 15:40
ilonahoi

Hackl. Ich würd den zum Hackl bringen. Das wäre mir auch egal, wie weit weg der von dir ist. Du brauchst eine Einschätzung von einem wirklichen Vollprofi, der den auch erstmal zu sich nimmt. Mach da bloß nicht alleine weiter und auch nicht mit irgendwem von "umme Ecke".


07.06.2017 - 15:47
RateOderNie

Leider kenne ich niemanden in Aurich.

Es hört sich so an, als ob das ein Pferd ist, bei dem schon die winzigsten "Anfragen" sofort beantwortet werden müssen. "und manchmal auch mit dem Vorderbein gestampft, aber dabei habe ich mir nichts gedacht."

Nicht dass ICH das könnte, ist nur theoretisch gesprochen.

Es klingt wirklich sehr gefährlich und danach, dass man einen Trainer braucht, der sich mit sowas wirklich auskennt. Ich wünsche Dir viel Glück bei der Suche und dass Du jemanden findest, bevor Du die Hufe auf den Kopf kriegst...vielleicht musst Du das Pferd zur Not irgendwo hinbringen, wenn bei Euch niemand geeignetes ist.

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