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Haltung und Bewegung bei mutmaßlicher Stoffwechselstörung? (Roman) [Hits: 1672]

Es haben ja sicher einige schon mitbekommen, dass mein großes Pony trotz sehr viel reiten schlicht und ergreifend zu dick bleibt.
Zwei Bemerkungen in der letzten Zeit drängen mich noch mehr in die Befürchtung, dass das Pony eine Stoffwechselstörung hat:
"Meine Pferde wären bei deinem Reitpensum rank und schlank" und (erst dieses WE von meiner neuen Hufbearbeiterin) "die Ringe unter den Augen machen mir Sorgen".

Zum Pferd:
Deutsches Reitpony (Mix aus Welsh kleinem Hannoveraner, kleinem Holsteiner, weiter hinten englisches und arabisches Vollblut...)
Stm. 1,53m, wird jetzt im April 8 Jahre.
Deutliches Kammfett, die meiste Zeit leider auch schon eher fest. Kleine Fettdepots auch auf der Kruppe.
TÄ, die ihn vor 2 Wochen gesehen hat meinte, spackefett wäre er nicht, aber das Kruppenfett und natürlich das Kammfett deuten schon in die Richtung, Aufschluss gäbe ein Bluttest, den wir im Frühjahr/Sommer machen könnten.

Zur jetzigen Haltung:
Steht mit meinen beiden anderen Wallachen im Offenstall mit 1.500m² Paddock und 2ha Weide. Ist sehr futterneidisch, frisst noch, wenn die beiden anderen längst satt sind. Heu aus Heunetzen nur kurz versucht, er wollte sich mit den Hufen darin aufhängen. Daher Heu lose. Stroh frisst er fast gar nicht, stattdessen frisst er dann nichts. Auch nicht sinnig, daher bekommt er mehr als vermutlich gut ist, Magenprobleme brauchen wir ja auch nicht. Nachts muss er separat stehen, da sich die anderen beiden sonst nicht hinlegen. Auf seinen Stall steht allerdings voll der diesen Herbst/Winter immer häufiger wiederkehrende Starkwind und das hier ist die ungeschützteste Stelle in der ganzen Region :-(
Tagsüber gebe ich vergleichsweise viel Heu, bin 12-14 h nicht zu Hause und bei den seit Wochen hier herrschenden Stürmen kann ich nur noch drinnen füttern, draußen fliegt alles weg (Paddock und Weide voll dem Wind ausgesetzt). Hier ist der Platz begrenzt und er verhält sich sehr futterneidisch, daher die Menge, die für ihn vermutlich zu viel ist, damit aber die anderen beiden auch genug bekommen. Ja, suboptimal für ihn.
Durch den Starkwind gehen alle sehr wenig raus und ich habe tageweise faktische Boxenpferde :-(

Zur Bewegung (seit einem Jahr langsam aufgebaut und so sieht es wöchentlich jetzt aus):
3x/Woche 40 Minuten zur Halle gehen/reiten, dort 30-40 Min. arbeiten und natürlich der Rückweg (bergauf)
2x/Woche 2 Std. ins Gelände, in den letzten Wochen 99% Schritt wegen der Bodenverhältnisse, hier matscht fast alles weg. Viele Hügel im Gelände, die 2 Std. Runden haben 220m Höhenunterschied.
1x ca. 1-1,5 Std. Gelände, derzeit nur Schritt, auch hügelig, ganz ebene Strecken gibt es hier nicht

Ich denke darüber nach ihn aus meiner Kleingruppe rauszunehmen und in Pension zu stellen - da ist dann zwar eine kontrolliertere Heufütterung möglich, aber weniger Bewegung. Der Stall in erreichbarer Nähe bietet im Winter 3 h Paddockgang und ansonsten nur Box...Auch nicht das, was ich mir für ein Pferd vorstelle.
Meine anderen beide leiden darunter, jetzt im Winter tagsüber nicht den ganzen Tag auf die Weide zu können (die abgefressen ist, etwa 1 ha hatte ich bisher stundenweise offen, jetzt die letzten 2 Tage tagsüber komplett offen, bei dem Starkwind der hier herrscht gehen sie nur stundenweise raus - aber sie bewegen sich zumindest und sind beschäftigt, langsam weitergehend knibbelnderweise).

Was mit diesem Pferd machen bevor es noch schlimmer wird?
Kann gern aktuelle Fotos einstellen bei Info über welchen Link das machbar ist, auch von den Hufen.

Hufe sind im Blick, nach Wechsel der Hufbearbeiterin habe ich auch für den Huf vorne rechts ein deutlich besseres Gefühl (hier ist der hintere Bereich recht eng und der Strahl in der hinteren Hälfte deutlich ausbaufähig). Hinterhufe sind beide sehr gut, auch beim Strahl, Pony läuft barhuf, im Gelände mit Hufschuhen.

Was noch bedenken?
Und auch: Was als Energiefutter geben? Bisher gebe ich Hafer, er arbeitet ja wirklich, aber soll ja bei Stoffwechselstörung (falls es EMS wäre) nicht so gut sein.
Und was mir zu denken gibt: Mit dieser regelmäßigen Bewegung müsste er gute Kondition habe, atemtechnisch habe ich aber nicht das Gefühl, da er recht schnell ziemlich schnauft.
Er hustet allerdings nicht.
Schwitzen moderat trotz viel Fell, also kein übermäßiges und schnelles Schwitzen, hieran wenigstens ist zu sehen, dass er doch Kondition hat.


Charisma <svea.leo@web.de>


01.01.2018 - 16:46
jooles

mein china-tierarzt hat meinem ems-verdächtigen pferd sogar eine handvoll hafer pro tag verordnet. soll iwie den zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen.nandiklein weiß das aber besser als ich :D


01.01.2018 - 16:47
Aphrodite

Das kommt mir sehr bekannt vor und führte bei meinem Pony zu einem schweren Reheschub letzten Mai. Vorher hatte ich auch immer alle möglichen Argumente, warum man sie nicht trennen kann und warum keine Fressbremse usw. Passiert dann tatsächlich der Reheschub, dann muss das plötzlich alles irgendwie gehen. Meins steht seitdem dauerhaft separat mit sehr engmaschigen Heunetzen und einer Schranke, die nach 4 Stunden in ein weiteres Paddockstück mit Heukiste öffnet.

Wenn Netze nicht möglich sind, würde ich einen Slowfeeder oder etwas ähnliches kaufen (Kiste mit Auflageplatte mit kleinen Löchern). Und/oder eine Lösung mit Zeitschaltuhr, da gibt es inzwischen auch jede Menge auf dem Markt. Oder das Netz in eine dieser hohen Obstkisten binden (big box).

Hafer und jegliches Kraftfutter würde ich weglassen, Heu eine halbe Stunde wässern, damit die Fructane ausgewaschen werden. 1,5 kg Heu pro 100 kg Zielgewicht füttern.

Gegen den Starkwind - kannst Du eine Ecke mit Windschutznetz einigermaßen sturmsicher machen? Ansonsten eine Outdoordecke und er soll sich mit dem Po zum Wind stellen. Ein bisschen kalt haben verbraucht auch Kalorien sag ich mir immer (natürlich nicht bis er schlottert).

Insgesamt muss man als Besitzer eines solchen Pferdes mitleidlos werden und die Maßnahmen möglichst emotionslos durchziehen. Ansonsten hast Du evtl. bald wirklich Grund Mitleid zu haben, denn ein Pony im Reheschub ist furchtbar anzusehen. Ich könnte mir sowas von in den A... beissen, dass ich sehenden Auges in das Unglück geschlittert bin. Du hast jetzt noch die Chance, das Ruder herumzureissen!


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