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Seit einem Jahr immer wieder diverse Hauptprobleme - Ideen? [Hits: 814]

Seit rund einem Jahr scheint mein Pferd extrem empfindlich in Sachen Haut. Der Wallach ist 18, wurde erst vor knapp zwei Jahren kastriert, war immer schon heikel mit Haut/Fell, sobald etwas scheuerte, und hatte auch schon mal auf Neoprengamaschen allergisch reagiert. Ansonsten aber unauffällig und ein gesunder, topfitter Lusitano, der deutlich jünger wirkt, als er ist. Allerdings sehr leichtfuttrig, besonders seit der Kastration.

So, und hier die Historie seiner Hautprobleme seit einem Jahr - entschuldigt, das wird länger:

Im November 2018 juckte es ihn plötzlich extrem unter der Schweifrübe. Nicht im Afterbereich, so dass man an Würmer gedacht hätte, sondern nur lokal direkt an der Schweifrübe. TA konnte es nicht diagnostizieren, verschrieb DermaVET zur Pfelge und Malaseb Shampoo. Juckreiz verschwand nach Behandlung damit innerhalb vernünftiger Zeit.

Im März 1029 zeigte sich die Fesselbeuge eines Vorderbeins quasi über Nacht so, als sei das (schwarze) Fell mit Baumharz verklebt. Beim Versuch, das vermeintliche Harz zu lösen, ging das Fell in kleinen Stücken mit Hautfetzen weg - habe ich also sofort sein lassen. Nicht schmerzhaft fürs Pferd. TA verordnete 5 Tage Equibactin, Waschung mit Sterilseife, zur Pflege Vetramil. Band ausserdem das Bein ein - offensichtlich ein grosser Fehler, denn erst jetzt wurde es heiss und dick.

Also anderen TA beigezogen. Die sagte: bloss kein Verband, Frischluft ran. Metacam. Fell-/Hautfetzen zogen sich mittlerweile seitlich die Röhre hoch, wohingegen die Symptome in der Fesselbeuge allmählich verschwanden.

Das andere (ebenfalls schwarze) Vorderbein war immer völlig normal, ebenso die weissen Hinterbeine (mit rosa Haut).

Grosses Blutbild machen lassen: alle Werte im normalen Bereich, lediglich Magnesium hauchdünn unterhalb der Untergrenze (0,69 statt mind. 0,7). TA empfahl Zufütterung von Magnesium via Ultimate Oil und diagnostizierte das Ganze als rein lokales Problem (also keine Allergie o.ä.).

Analyse der Spurenelemente: Kupfer, Selen und Eisen im grünen Bereich, aber deutlich zu wenig Zink. Also temporär reines Zink zugefüttert und normale Mineralfutterration nochmal genauestens berechnet, damit ideale Versorgung mit Zink.

Die Fesselbeuge war mittlerweile - inzwischen April - abgeheilt, aber die Röhre zeigte nach wie vor diese Fell-/Hautkrustenfetzen, die man mit leichtem Zupfen entfernen konnte. Weder schmerzhaft fürs Pferd noch war das Bein heiss. TA folgerte: Pilz! Wollte Biopsie in diesem Bereich machen, dem habe ich nicht zugestimmt. Also Hauptgeschabsel. Dieses zeigte laut TA Pilzbefall, also habe ich (widerwillig) einer Pilzimpfung zugestimmt. Auf die erste Impfung hat mein Pferd "nur" mit Schwellungen reagiert, auf die zweite mit riesigen Schwellungen und > 40 Grad Fieber! Also wieder Metacam... Auswirkungen auf die Haut der Röhren war nicht zu beobachten.

Etwa zeitgleich hatte mein Pferd einen Unfall in der Box, den niemand beobachtet hat, aber er hat sich dabei Knochenteile vom Hüfthöcker abgesplittert. Er war stocklahm, und die Folgemonate war er quasi ausser Gefecht und konnte nur im Schritt und wenig bewegt werden. Es dauerte fast 5 Monate, bis keine Lahmheit mehr zu sehen war.

Vor wenigen Wochen konnten wir endlich in einen neuen Stall wechseln. Die Haltung hier ist viel pferdegerechter als zuvor, er hat eine Auslaufbox mit eigenem 200m2 grossen Paddock plus halbtags Weidegang. Mein Pferd ist dort sehr glücklich und tiefenentspannt. Allerdings ist er sehr leichtfuttrig und durch die monatelange Verletzungspause war er schon zu dick geworden. Im neuen Stall fingen wir an, den Bauch abzutrainieren. Alles schien endlich auf gutem Weg.

Und jetzt das: vor ca. 14 Tagen habe ich hinten neue Hufschuhe getestet. Er lieft damit gut, aber nach dem Testritt entdeckte hatte in der einen Fesselbeuge hinten (weisses Fell, rosa Haut) eine kleine Verletzung. Wohl von einem eingeklemmten Steinchen oder Sand, dachte ich. Die Wunde verheilte auffällig schlecht, bildete eine dünne graue Kruste, ansonsten unauffällig. Und nun, vor 3-4 Tagen, zeigt sich die gesamte Fessel gerötet und die grauen Krusten haben sich dort ausgebreitet, ohne dass da eine Verletzung war. Habe mit Jod desinfiziert und mit einer Honigsalbe eingestrichen, aber es wird nicht besser. Im Gegenteil :-(((

Hat irgendjemand eine Idee, was da los sein kann? Es sieht für mich nicht aus wie klassische Mauke.

Hat jemand schon bei einem älteren Pferd bemerkt, dass Haut/Fell anfälliger wurden? Wie habt ihr gegengesteuert?

Das Pferd wird seit ca. 3 Jahren getreidefrei gefüttert: Reisfutter, Mineralfutter, Heu, Weidegras, kaum Leckerli, max. 1 Apfel am Tag. Bewegung: täglich 60 min Dressur oder Longe oder mind 1h Gelände.

Ich bin mit meinem Latein am Ende. Und die TÄ hier scheinen in Sachen Haut weder besonder bewandert und wohl auch nicht allzu interessiert :-(




catharina


29.09.2019 - 12:27
Nickel

Also, mein Wallach war ungefähr 10 Jahre lang immer im Winter eingedeckt....dann bekam er diverse Probleme mit der Haut (unterschiedlich: Körper, Kopf, Beine).
Irgendwann traten die Probleme direkt nach dem Eindecken im Herbst auf und da hatte ich die Schnautze voll: Decke runter und es blieb so im Winter. Jetzt steht er seit drei Jahren ohne Decke und die Probleme mit der Haut sind nicht mehr aufgetreten...
Ansonsten habe ich nix gemacht, kein besonderes Futter oder besondere Pflege oder so....eben nur im Akutfall etwas Pflege.


29.09.2019 - 13:08
Graupony

Warum getreidefrei?

Seit einem Jahr -wenn bei Euch ähnliche Dürre ist wie hier, dann auch länger- geben die Weiden nicht viel her. Das Heu je nach Schnittzeitpunkt und Düngung ebenfalls nicht.

Bei meinen Diätponys hatte ich (genauso wie bei mir selbst) die Bedeutung von ausreichender Eiweißversorgung nie auf dem Schirm.

Ist wohl bei einigen Pferden nach diesen Dürrejahren ein Problem.


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