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"Gespenster" im Stall - es kehrt keine Ruhe ein. Was tun? [Hits: 1130]

Ihr Lieben,
zur Zeit bin ich mal wieder wegen meiner Pferdehaltung total deprimiert. Über 20 Jahre habe ich mit meinen beiden Oldies so friedlich und ruhig gelebt, und mit dem Tod des ersten hat sich dann alles verändert und ich habe fast nur noch Stress.

Für meinen hinterbliebenen Rentner habe ich dann einen kleinen Schimmelwallach bekommen. Dieses Pony war von Anfang an extrem hibbelig und nervös; da aber mein Alter die Ruhe selbst und vor allen Dingen der Boss war, musste der Kleine sich wohl oder übel anpassen. Schon im letzten Winter war es grenzwertig mit seiner Unruhe, aber das war noch das beruhigende Element des Alten da. Der ist dann auch gestorben und kurz war ich drauf und dran, die Pferdehaltung komplett aufzugeben, da ich ja auch schon 63 Jahre alt bin. Dazu hatte ich dann hier auch eine Box aufgemcht.

Ich bin dann aber doch noch einer Stute begegnet, mit der ich gleich auf einer Wellenlänge war. Eine liebe Maus, auch schon über 20 und sehr lebenserfahren.
Und damit fing der ganze Schlamassel erst richtig an.

Sofort entpuppte sich der Schimmel als ein Chef der allerübelsten Sorte - verprügeln, beißen, vom Futter verjagen, ständig treiben. Okay, auf der großen Wiese konnte die Stute dem gut aus dem Weg gehen.

Nun sind sie hier am Haus im Winterstall, Paddock mit Offenstall und davor liegendem gepflasterten Futterplatz. Eigentlich alles optimal, aber der Schimmel fürchtet sich vor dem Stall und dem gepflasterten Platz, als würde dort ein ganzes Rudel Wölfe hausen. Er frisst und trinkt dort nicht. Er trompetet und glotzt die Blätter von den Bäumen. Wenn ich im Stall füttere, kommt er rein, greift sich eine Möhre und stürmt in Panik wieder raus. Dabei ist es ihm leider gerade mal egal, ob da ein Mensch (ich) steht oder wer sonst noch am Strick hängt.
Beim Heu ist es ebenso - er greift sich ein Büschel und stürmt wieder auf den Paddock. Leider ist die Stute so dämlich und macht alles mit, obwohl sie gar nicht versteht, was los ist. Aber wenn der Chef Alarm pfeift, muss man wohl reagieren.

Insgesamt haben sie in diesen 8 Tagen sehr, sehr wenig gefressen. Ich sperre sie jetzt auf dem Pflaster mit Stromzaun wenigstens zum Heufressen sein, aber auch da ist keine richtige Ruhe. Die Stute hat auch schon abgenommen.

Für mich ist klar - der Chef muss weg, am besten in eine Herde, wo er wieder ganz unten in der Nahrungskette ist und einen Boss hat, der ihm Sicherheit gibt. So wie es jetzt ist kann es für alle Beteiligten nicht bleiben, denn es ist auch für ihn ein ungeheurer Stress.

Bleibt dann noch die Frage nach einem Beisteller für die Stute. Ich fürchte mich so davor, dass wieder alles schief läuft, mir ähnliches noch einmal passiert. Ich bin total mutlos, wie man es dreht und wendet, kann es einfach nur schrecklich werden.

Am Montag kommt noch einmal der Tierarzt, um wirklich jedes Gesundheitsproblem auszuschließen. Und ich werde Magnesium an beide zufüttern, vielleicht beruhigt das ja die Nerven ein wenig.

Habt ihr sonst noch Ideen und Vorschläge, wie wir drei aus dieser Nummer unbeschadet wieder herauskommen? Die Stute alleine halten? Ich weiß nicht, wie sie reagieren würde und möchte ihr das auch nicht antun. Einen Einsteller möchte ich auch nicht mehr haben, da habe ich keine guten Erfahrungen mit.

Auxinne


01.12.2019 - 01:33
Duesi

Wir hatten auch so einen Kandidaten als Einsteller im Stall - und waren froh, als er (dann sehr schnell!!) auszog. Er hat selbst unsere beiden ansonsten im Stall total coolen Pferde mit seiner Panik angesteckt und ist sogar durch die Zäune auf die Straße gerast.
Falls dein Schimmel noch eine Chance bekommen soll, überprüfe mal, ob ggf. ein massiver Zinkmangel besteht, das kann solche Unruhe und (beim Menschen) sogar Schizophrenie auslösen. Hatten wir bei unserem Einstellerpferd vermutet, die Besi weigerte sich aber, irgendetwas checken zu lassen. Sie kannte das Problem wohl schon vorher und hatte es wohlweislich verschwiegen. Von daher kann ich deinen Vorbehalt gegenüber Einstellern absolut nachvollziehen!
Trotzdem glaube ich nicht, dass ein solches ggf. schon lange bestehendes und damit „gefestigtesVerhalten“ mit irgendwelchen Mittelchen wirklich einigermaßen schnell behoben werden kann.



01.12.2019 - 11:55
Graupony

Mein Shetty hatte solche Phasen.
Chron. Darmentzündung und zeitweise schlechte Leber- und Nierenwerte.
Meine TCM-TÄ brachte „Niere“ damit in Zshg.
Das letzte Blutbild dieses Monat war wieder in Ordnung. Pony ist seit Wochen auch konstant tiefenentspannt.
Eigtl. ist sie zwar rangniedrig, aber in sich ruhend.
In ihren Phasen ist sie jedoch wie von Dir beschrieben.

Versuchsweise habe ich seit Monaten ihr Leinsamen-Haferflocken-Mash, was sie sonst f. Magen/Darm bekam komplett gestrichen - auch ins MiFu gibts keine Handvoll Haferflocken mehr.

Ob es da auch evtl. einen Zshg. gibt, keine Ahnung.

Bei frischem Junggras beobachtet man auch solche Reaktionen auf Pferde, Ursache krieg ich aber nicht mehr zusammen.

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