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Mineralstoffmangel - Aufnahme verbessern [Hits: 422]

Mein Norwegerwallach hat ja leider immer wieder Hufprobleme, die wir nicht so wirklich in den Griff bekommen.
Es wird jetzt leider ein langer Text...

Das Hufhorn hat keine gute Qualität, er geht häufig fühlig und die Hufe senken sich regelmässig ab, nachdem der Huf längere Zeit steiler nachgewachsen ist, das hatten wir jetzt schon mehrmals. Insgesamt ist es besser als früher, aber nicht richtig gut.

Momentan steht er auf einem Sandpaddock, da er auch mit Hufschuhen zuletzt nicht mehr auf dem Paddock zurechtkam.
Er hatte im letzten Herbst einen Hufreheschub, direkt nach einer Behandlung mit Flunidol und Antibiotika.
Das stark betroffene Hufhorn wächst gerade heraus, so dass er rechts zu wenig Tragrand hat und auf allen Böden außer dem Sand und weichem Naturboden auf diesem Huf fühlig läuft und teils auch steht.

Er ist ja ein ehemaliges Verleihpferd und von den Vorbesitzern sind wohl die Zähne nie kontrolliert worden. Er hatte zwei überlange Meißelzähne im Oberkiefer, dadurch konnte er wohl lange nicht richtig kauen, hat jetzt unten eine Diastase und insgesamt sind die Zähne ca. 5 Jahre mehr als altersgemäß abgenutzt, also schon sehr glatt. Er kann z.B. von Weidenzweigen nicht die Blätter abfressen, weil die Zähne dann einfach drüberrutschen.

Er hat trotzdem sehr viel Heu gefressen, ist aber nicht satt geworden, und hatte auch einen sehr aufgeblähten Bauch und Kotwasser.
Er bekommt jetzt etwa 4 kg Heucobs zusätzlich, dadurch sieht der Bauch deutlich besser aus, hängt auch nicht mehr so durch, er macht Fresspausen und hat auch besser geformte Äpfel.

Wegen den andauernden Hufproblemen habe ich jetzt nochmal einiges untersuchen lassen.
Das Stoffwechselprofil zeigt leider eine Insulinresistenz, das war vor zwei Jahren noch anders. Cushing war zwar negativ getestet, er bekommt allerdings trotzdem Prascend, womit sich das nachwachsende Horn schon deutlich verbessert hat und er insgesamt auch wacher wirkt, da einige Symptome gepasst haben und wir den Verdacht immer mal wieder hatten.

Ich habe eine Haarmineralanalyse machen lassen bei Traceelements / Dr. Udo Dübbert. Die ergab eigentlich so ziemlich überall einen Mangel, auch Eisen, außerdem Zink, Selen, Mangan, Molybdän, Vanadium, Kupfer, Chrom etc.. Nur Phosphor war leicht erhöht, obwohl ich kein Getreide und keine Kleie füttere.
Natrium, Kalium und Calcium sind gerade so im Erhalt ausreichend, bei Arbeit müsste das deutlich erhöht sein.

Er bekam Mineralfutter (Huf-Fell-Perfekt von Pernaturam und in halber Dosierung Natures Best Aktiv Fit), außerdem reine Bierhefe, und ich hatte ein Paar Monate Zink pur zugefüttert, getrennt von der Mineralfuttergabe. Das hatte das Hufbild auch schon leicht verbessert.

Nach der Haarmineralanalyse habe ich noch ein großes Blutbild machen lassen, das eigentlich recht gut ausgefallen ist. Leichter Zinkmangel und Selenmangel, LDH minimal zu niedrig, Glucose etwas zu hoch, Hämoglobinwert ist etwas zu niedrig.

Jetzt vermute ich, dass er durch das schlechte Kauen die Nährstoffe nicht richtig verwertet, denn Eisen z.B. sollte er ja schon über das Heu ausreichend aufnehmen, auch der niedrige Natriumwert wundert mich,da er viel am Salz leckt.

Da er beide Zusatzfutter aktuell nicht mehr mag, nur die Bierhefe frisst er noch gern, werde ich jetzt sowieso wechseln müssen.
Ich wollte die Masterhorse Spuren-Kur füttern und dazu Equitrace von Wildhorse, weil das B-Vitamine, Methionin, Lysin und Biotin enthält, und die Spuren-Kur auch Molybdän und Eisen und Mangan, was in anderen Zusatzfuttern teils nicht enthalten ist, außerdem ist es zuckerfrei.

Die Spurenkur mag er momentan noch nicht, da muß ich noch überlegen, wie ich das ins Pferd bekomme.
Außerdem überlege ich, wie ich die Aufnahme der Mineralstoffe verbessern kann. Ich habe jetzt angefangen Yea Sacc zuzufüttern.

Vielleicht hat jemand noch eine Idee,wie ich die Resorption der Mineralstoffe verbessern kann?

Sili


20.12.2019 - 19:37
Graupony

Ist die Frage, wie der (Dünn)darm nach jahrelanger Mangelernährung so ausschaut.
Wenn eine Malabsorptionsstörung vorliegt, schafft man durch „oben rein“ ggf. andere Probleme, weil es nicht an der dafür gedachten Stelle verwertet werden kann.


20.12.2019 - 22:57
Regina

ich bin nicht der Mikrobiologe aber würde eher fragen was die Aufnahme der Spurenelemente ggf. verhindert. Manche sekundären Pflanzenstoffe binden z.b. Eisen so sehr dass es wieder ausgeschieden wird. Ist die Ration ordentlich durchgerechnet worden?

... usw. Diese Box enthält insgesamt 9 Beiträge.

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