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Kälteempfindliches Nordpferd: wer hat auch eine vierbeinige Frostbeule im Stall? [Hits: 491]

Ich hoffe auf das geballte Koppelwissen, denn ich bin zur Zeit etwas ratlos. :-)

Ich besitze ein 7jährige Norwegerstute, welche für meinen Geschmack und meine Erfahrung doch sehr kälteempfindlich reagiert für ein Nordpferd.

Im ersten Winter bei mir machte sie kaum Winterfell, gezwungenermassen und weil im luftigen Offenstall gehalten trug sie also oft 24 h Decke, je nach Witterung ungefüttert oder gefüttert bis 100 g. Im zweiten Winter machte sie etwas mehr Fell, dank gegenseitiger Hilfe unter den Einstellern aber oft nur nachts.

Nun im dritten Winter steht sie in einem anderen Offenstall, hoch und luftig gebaut und gerade bei Ostwind als windexponiert zu bezeichnen. Das Stalltor wird nur geschlossen, wenn Futter und Einstreu durch die Luft wirbeln. Winterfell ist als solches zu erkennen, aber weit weg von der Kategorie nordländisch. Bei kühlem Wetter bei Nässe und Wind decke ich grundsätzlich ein, weil sie sonst friert und das auch deutlich zeigt und mitteilt, denn dann wird aus einem freundlichen Pferdchen ein übelgelauntes Fellkrokodil.

Nun kommt aber das Problem dazu, dass sie kühle und trockene Witterung nicht zu vertragen scheint. Bis Weihnachten hatten wir diesen Winter eher zu warmes und sehr nasses und oft stürmisches Wetter, nach Weihnachten wurde es meist trocken und kühl, dazu ging an manchen Tagen ein leichter, manchmal auch mässiger Ostwind. Schon da merkte ich beim Reiten, dass sie schreckhafter und steifer ist und manchmal über 1,5 Stunden hinweg nicht mehr richtig locker wird im Rücken. Das Ende war dann vor 2 Wochen eine Blasenentzündung, welche ich auf Anraten der Tierärztin mit Eindecken und Entzündungshemmer behandelte. Daraufhin ging es dem Pferd schlagartig besser, das Reiten wurde wieder zum Genuss. Weil wir vor einem heftigen Sturm aber Temperaturen von 10 (nachts) bis 16 Grad (tagsüber) hatten, habe ich die Decke weggelassen. Nun sind die Temperaturen wieder kühler (nachts bis -3 Grad, tagsüber 4-6 Grad mit Ostwind) und das Problem geht von vorne los: mein Pferd ist wieder fest im Rücken und zeigt erste Probleme beim Harnabsatz. Also habe ich sie eingedeckt.

Es ist zum Haare raufen. Ich kann doch nicht einen Norweger 24 Stunden eindecken bei Sonne, Plustemperaturen aber gut fühlbarem Wind!? Deckenservice gibt’s am neuen Stall nicht und wir Einsteller können uns nur eingeschränkt und somit nicht täglich gegenseitig helfen. Zwei Stunden Mittagspause machen zum Abdecken des Pferdes liegt auch grad nicht drin, erst ab April wäre dann ein Abdecken am frühen Morgen möglich.

Vielleicht übersehe ich etwas, obwohl das Pferd von TA (inkl. Blutuntersuchung) und Physio als soweit gesund eingestuft wird. Oder gibt es sie wirklich, die frierenden Nordländer und man muss lernen, mit ihnen zu leben? Meine Pferde-TÄ ist dieser Meinung und meint, das komme gar nicht so selten vor. Was sind Eure Erfahrungen? Wie habt Ihr die Haltung Eurer vierbeinigen Frostbeulen optimieren können?

Danke für Eure Hilfe!

Fah


06.02.2020 - 15:06
Erdmute

Mein Connemara ist sehr wetterfühlig, Regen, selbst nieselregen und Wind verträgt sie gar nicht.

Ergebnis meiner Jahrelangen Forschungen:

- Selen im Blutbild OK -> trotzdem supplementiert (Selenosel, ca. 1/2 der Herstellerempfehlung = 1 Sputolysin-Messlöffel morgens und abends)
- Mangan im Blutbild OK -> trotzdem supplementiert (Orthosal, ca. 1/2 der Herstellerempfehlung = 1 Sputolysin-Messlöffel morgens und abends)
- dazu wechlselnde MiFu
- kein Getreide

-> Pferd wesentlich weniger anfällig für Muskelbeschwerden

Dazu decke ich meist mit Führanlagendecken ein.

Jetzt im Alter mit Cushing ist ihr öfter zu warm, dann stellt sie sich mit der Decke in den Regen, was sie früher nach Kräften vermieden hat.

(vielleicht kommen Pferde ja doch in die Wechseljahre ;-)


06.02.2020 - 15:45
Graupony

Fell und Muskeln sind, je mehr desto besser, als Kälteschutz gut.

Fell und Muskeln benötigen zur Produktion aber auch ausreichend Proteinzufuhr.

Stimmt die bei Euch?

https://www.sapodoris.de/lesenswertes/fuetterung/14-gefaehrliches-eiweiss

"...wird heutzutage gerade für Freizeitpferde meist deutlich später geerntet.
Schon gegen Ende der Blüte reicht der Gehalt an der Aminosäure Lysin oft nicht aus und nach der Blüte sinkt der Gehalt an dünndarmverdaulichem Eiweiß insgesamt sehr schnell ab...."


Die Dürre der letzten beiden Jahre hat die Situation nicht unbedingt verbessert und viele Bauern ernteten genau wegen der langen Trockenperiode dann gern auch spät - weil ja kein Zeitdruck durch Regen da war.
So jedenfalls hab ichs hier beobachtet, da wurde der erste Schnitt teils Ende Juli oder noch später gemacht.

Heu von Naturschutzflächen darf sogar gar nicht früher geerntet werden - das ist proteintechnisch daher fast unbrauchbar.

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