Startseite  Inhalt  Pferdediebstahl  Interaktiv  Mitglied werden  Meine Koppel  
 Die Koppel  Pferdepreise im Wandel der Zeit....  

gewerblicher Link

Das Virtuelle Reiterstübchen

  Offen für alle Mitglieder
  Reiterstübchen   Stammtische   Stallgeflüster   Hunde   Katzen   Hilfe

aktualisieren   Antwort   Anfang   Ende   Box beobachten   beobachtete Boxen   Meine Boxen

 Neue Anzeige auf der Pinwand:   biete Pferd   (21.04.2020 12:53)

Pferdepreise im Wandel der Zeit.... [Hits: 1187]

ich schaue ja immer mal (nur aus Neugier) bei Ebay Kleinanzeigen, ehorses und Facebook die Verkaufsanzeigen an. Manchmal komme ich da nicht aus dem Staunen heraus. Vielleicht bin ich auch einfach nur geistig 20 Jahre zurückgeblieben und rechne noch zuviel in DM um. Dennoch, selbst wenn ich die allgemeine Preissteigerungsrate berücksichtige, Vergleiche ziehe zum Rohölpreis und zum
Preis der Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse, dann staune ich zuweilen immer noch.
Teilweise finde ich die Preise nach wie vor gerechtfertigt bzw. vergleichsweise günstig wie zu Beginn dieses Jahrausends. Beispiel HBST Sherry, die gab es im Jahr 2000 für 800-1000 DM. Heute kostet eine gute Shetty Stute rund 1000 Euro. Passt nach meinem Dafürhalten. Traber und Galopper, damals 1500-2000 DM, heute 1500-2500 Euro. Passt auch noch. Gute WB Fohlen, damals 2500-3500 DM, heute ab 5000 euro aufwärts bis 20 tsd. Euro... Reitponyfohlen ab 3000 Euro, der Hammer sind Isländer. Die waren damals schon teuer mit 8-10 tsd DM, aber da sehe ich preise von 15 tsd Euro aufwärts. Für 10.000 DM gab es damals Sportpferde im besten Alter, mit zahlreichen A-L Patzierungen. Für 15. 000 DM hatte man die quasi die freie Auswahl.
Heute werden 12 tsd Euro für angerittene, mittelmässige Warmblöds gefragt, für die es damals mit viel Gutwill vielleicht 4500 DM gegeben hätte, schlecht gerittene und verzuppelte Freizeitpferde zwischen 15 und 20 Jahren sollen noch 5000 Euro kosten (toktoktok) dafür hätten wir damasl vielleicht noch nen Tausender ausgegeben, wobei uns dann die Stallkollegen ausgelacht hätten. Beisteller, auf drei Beinen lahm und auf einem Auge blind sollen noch 1000 Euro kosten. Nun kann man ja sagen, jeden Tag steht ein Blöder auf, aber bei der Vielzahl dieser Preise sind es wohl täglich mehr als ein Blöder. Ansonsten hätten sich diese Preisvorstellungen nicht etablieren können. Es ist meine subjektive Betrachtungsweise. Wie seht ihr das?

Regina


19.06.2020 - 10:40
Empress

Naja Regina, geht aber doch los - schau dir mal die Decktaxen an ... 1800 Euro Netto sind beim WB normal, nur Decktaxe

Dann hast du deine Stute, die fütterst du also 11 Monate durch nach erfolgreichem decken, dann hast du ein Fohlen.

Nehmen wir an, die hast Land, Stallungen etc alles, musst wirklich nur Futter zahlen, Versicherung fürs Pferd, was so an Impfungen, WK, Hufe machen usw anfällt und eben was anteilig für den Unterhalt der Infrastruktur - Zäune, Maschinen etc - aber mit 100 Euro im Monat ist das eher unter Selbstkosten ...

also hat dich das Fohlen bis dahin schon rund 1100 Euro gekostet plus Decktaxe und ist nicht mal auf der Welt

Rechnen wir dann mal vereinfacht die 100 Euro im Monat bis das Fohlen angeritten werden könnte, wenn man das zeitig macht

Weitere 3600 Euro - und da ist weder Geburt, Nachsorge, Eintragung beim Zuchtverband etc eingeschlossen

Wir haben also für einen 3 Jährigen ungeritten schon 4700 Euro bezahlt ohne Decktaxe, der darf da aber auch nix gehabt haben ! Und wir haben 100 Euro gerechnet pro Monat, das wird kaum ein Züchter schaffen, der nicht wirklich einfach Masse macht und sparsamste Versorgung.

Wenn mich das monatlich 150 Euro kostet ... noch Fragen?

Und dann muss das Tier erst mal angeritten werden.


19.06.2020 - 10:56
DieRatte

Hat halt auch eine Menge mit der veränderten Zucht und Haltung zu tun. In meiner Kindheit standen im Elbe-Weser-Dreieck (und ich bin ziemlich sicher, das war im Rest der Bundesrepublik nicht viel anders, wie die das damals in der DDR gehandhabt haben, weiß ich nicht) hinter fast jedem Bauernhof 2-4 Stuten auf der Weide. Die wurden dann auf der örtlichen Deckstelle besamt. Natursprung oder Frischsamen. Da standen i. d. R. 1-3 Hengste, die gut zur lokalen Stutenpopulation passten.

Stuten und Fohlen liefen halt so mit auf'm Bauernhof, zumeist standen sie auf der Weide und kosteten nix außer vielleicht 'n bisschen Universal-Mineralergänzer, den auch die Kühe, Hühner... kriegten. Im Winter standen sie im Stall und fraßen das selbst produzierte Heu. Bestimmte Erkrankungen und/oder Verletzungen wurden halt nicht (teuer, mit allen Mitteln, die Technik und Pharmazie so hergeben) behandelt, sondern das Pferd/Fohlen war dann halt "Verlust" bzw. man hat geguckt, ob's sich auswächst.

Heute... isses eben anders. Und das kostet mehr.



... usw. Diese Box enthält insgesamt 38 Beiträge.

Wenn Du alle bisherigen und zukünftig auch alle noch folgenden Beiträge, Antworten und Tipps zu diesem Thema lesen willst, selber antworten oder ergänzende Fragen stellen möchtest oder sogar eigene Diskussionsboxen eröffnen möchtest, musst Du Dich als Mitglied bei der Koppel anmelden.
Nähere Informationen dazu findest Du hier: Anmeldung bei der Koppel

Falls Du bereits Mitglied oder Vollmitglied bist und über das Fragezeichen-Symbol auf diese Seite gekommen bist, klicke bitte


HIER

oder benutze in Zukunft die Pfeile oder oder das Forumssymbol auf der Übersichtsseite des Forums!

 Hier könntest Du dann Deinen eigenen Beitrag oder eine Antwort zum Thema einfügen. 
 

...

 
 Dein Beitrag erscheint dann automatisch unter Deinem registrierten Spitznamen. 
  Hier kannst Du Dich sofort als neues Mitglied einschreiben. 

aktualisieren   Antwort   Anfang   Ende   Box beobachten   beobachtete Boxen   Meine Boxen
Die Koppel
Copyright © 1996-2020
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Verteilung und Reproduktion in jeglicher Form,
auch auszugsweise und als Kopie in eigenen Beiträgen auf der Koppel
nur mit vorheriger schriftlicher Einwilligung der Redaktion.
Datenschutzerklärung