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Sehr ängstliches Pony - Umgang und Training [Hits: 376]

Hallo,
ich habe seit Ende Januar eine 8 jährige Ponystute (1,24 m, wahrscheinlich Welsh-A oder Mix) als Beisteller bei meiner 13 jährigen. Ich möchte mit ihr Boden-/Handarbeit und Zirkuslektionen machen, habe auch sehr gute Lehrer, komme aber manchmal echt an meine Grenzen, da sie leider sehr ängstlich ist und teilweise hysterisch wird. Ich weiß nicht - und möchte es manchmal auch einfach nicht wissen - was sie schon alles erlebt hat.

Schnelle Bewegungen sind an schlechten Tagen der blanke Horror, mittlerweile kann ich ganz vorsichtig mit der Gerte arbeiten, ohne, dass sie erstarrt oder hysterisch rennt. Zaunlitzen sind ganz schrecklich, ungünstig, wenn der Reitplatz damit eingezäunt ist :-( An manchen Tagen ist es fast nicht möglich, dass sie zwischen mir und der Umzäunung stehen bleibt. Auch in der Halle war es am Anfang nicht möglich, sie zwischen mir und der Wand anzuhalten, mit der Hilfe von Keksen klappt das jetzt gut. Letzte Woche war Zahnarzttermin, es gibt an den Zähnen noch richtig viel zu tun, auch da war sie so hysterisch, dass zweimal nachsediert werden musste. Seit dem Termin ist sie wieder ängstlicher.

Beim spazieren gehen ist sie seltsamerweise total gechillt, da hat sie richtig Spaß.

Wenn sie einen kennt ist sie mittlerweile sehr zutraulich, sie kommt im OS sofort her, lässt sich aufhaltern etc. An guten Tagen kann man die Hufe einfach so auskratzen, an schlechten muss man sie ans Halter nehmen und es dauert, bis sie sich überwindet, einen Huf zu geben.

Wer hat noch so ein ängstliches Modell? Was hat bei euch evtl. DEN Durchbruch gebracht?

Morgaine


27.04.2021 - 12:57
Graupony

Mein Polopony war extrem vorsichtig gegenüber dem Menschen, wußte aber, daß es stets und ständig zu funktionieren hat.

In Argentinien aufgewachsen, wo nicht zimperlich "eingebrochen" wurde - anbinden war zeitlebens nicht möglich. (Hat sich das Innenband im Knie beim Hinwerfen abgerissen, weil sie DACHTE, sie sei angebunden.)

Maul/Nüstern anfassen = NoGo
Wurmkuren hat mich der TA, der das Drama mal mitbekam, gebeten nur noch iM zu spritzen und dafür ein Schafsmittel umgewidmet.

Anfangs konnte sie nicht fressen, wenn ich in der Nähe stand.
Dann war das ok und sie konnte nicht aus der Schüssel fressen, wenn ich beim Festhalten meinen Daumen IN der Schüssel hatte. Daumen raus - zack, weitergefressen.

Ich habe einfach nichts gemacht, was ihr so argen Streß bereitet hat, weil Lernen in dieser Phase einfach eh nicht möglich gewesen wäre.

Sie war draußen an der Hand und unterm Reiter aber absolut verläßlich, also sind wir spazieren gegangen.

Es gibt wirklich nichts besseres, als gemeinsam stundenlang durch die Gegend zu streifen.

Das war übrigens das Pferd, was mir freilaufend überall hin gefolgt ist.
Auch mal durch eine Jagdhund-Ausbildungsgruppe im Wald. Wo unser Jagdpächter alle 20 Leute bat, sich doch dieses toll erzogene Pferd anzuschauen und für sie Platz zu machen ;-)

Longieren fand sie auch klasse. Einfach im Kreis laufen und gelobt werden. Peitsche nicht nötig - Körpersprache und Stimme reicht.




Meine Isi-Stute hatte tatsächlich panische Angst vor Gerten und Stöcken. Sowas kannte ich bislang nicht.Also hab ich's weggelassen. Sicher 2 Jahre lang.
Nach mehreren tausend gelaufenen Kilometern hat sie mir dann einfach vertraut - jetzt kann ich alles mit ihr machen, weil sie einfach weiß, daß ich sie nie "gefährden" würde.
Was ich mach ist ok - darauf verläßt sie sich und darauf kann sie sich auch verlassen.


Langer Rede kurzer Sinn:

Gib Ihr Zeit - viel mehr Zeit.
Und laß' die Streßfaktoren weg, bis Euer Verhältnis und gegenseitiges Vertrauen gefestigt ist.

Lobe sie für jeden Kleinscheiß überschwänglich.


27.04.2021 - 13:00
Graupony

Ach so:

Zahnarzt war immer der SuperGAU, weil wer ans Maul wollte.

Da ist ganz wichtig, daß man dem TA vorher sagt, daß es schwierig wird.

Damit er direkt mehr sediert, BEVOR Adrenalin im Spiel ist.
Nachsedieren klappt fast nie, weil Adrenalin die Wirkung aufhebt.

Ein TA hat 5x nachsediert und dann abgebrochen.
Wir sollten in die Klinik fahren und sagen, daß sie dort direkt ne Dröhnung geben sollen.

So funktionierte es die 20 Jahre danach IMMER perfekt!

... usw. Diese Box enthält insgesamt 12 Beiträge.

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