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Wiederaufbau nach Unfall: Hinterhand und Knie machen nicht mit [Hits: 1131]

Im Januar musste ich auf dem Rückweg vom Reiterunterricht mit meinem 8jährigen Pferd im Anhänger eine Vollbremsung machen, weil mir ein Autofahrer innerorts den Vortritt genommen hat. Mein Pferd sass komplett auf der Hinterhand und bekam zusätzlich offenbar einen Schlag ins Genick durch den sich straffenden Anbindestrick.
Mit TA, den verschriebenen Schmerzmitteln, Chiro und Physio sowie dem entsprechenden Trainingsplan zum Wiederaufbau ausgerüstet machte ich mich mit dem Pferd auf den Weg der Genesung und des Wiederaufbaus: zuerst wochenlang zu Fuss, dann allmählich mit zunehmender Belastung auch unter dem Sattel. Der Aufbau erfolgte vornehmlich im Gelände, dazu kamen lockeres Stangentreten im Roundpen und erste halbstündige Ritte in der Halle, um das Pferd auch mal auf guten Boden locker unter dem Reiter traben zu lassen. Danach habe ich das Training wieder ins Gelände verlegt.
Beim Auftrainieren kam es zu Fortschritten, aber auch zu Rückschlägen. Der heftigste Rückschlag kam vor drei Wochen: meine Stute konnte das eine Hinterbein nicht mehr heben zum Auskratzen. Die Diagnose durch die Physio ein paar Tage später ergab eine Blockade im hinteren Bereich des Rückens mit muskulären Verspannungen und gefüllten Knien. Nach der Behandlung lief meine Stute wieder frei und locker. Zwei Wochen nach der Behandlung nun wieder dasselbe Bild: mein Pferd kann den rechten Hinterhuf nicht mehr hergeben, drei Tage später ist es plötzlich der linke Hinterhuf.
Ich bin ratlos. Ich massiere mein Pferd vor und mache spezifische Übungen vor, während und nach dem Bewegen/Reiten.
Ich sehe inzwischen einen Zusammenhang zwischen den aufflackernden Beschwerden und der Bodenbeschaffenheit der Weide. Obwohl die Gruppe eher ruhig ist, kommt es beinahe täglich zu übermütigen Renn- und Buckeleinlagen. Bei gutem Boden kein Problem, bei nassem Boden sind die Bremsspuren nicht zu übersehen.
Alle Behandler stufen die Rückenprobleme als Folge der instabilen Knie ein. Das Anspritzen der Knie sehen alle als letzte Option und empfehlen stattdessen dringend weiteren Muskelaufbau.
Mir schwirrt der Kopf. Soll ich mein Pferd in der Gruppe stehen lassen und zusehen, wie wir weiterkommen? Also so zu trainieren, wie es je nach Tagesform eben möglich ist, und die Rückschläge mitnehmen wie sie kommen.
Oder stelle ich mein Pferd in einen Stall mit guten Trainingsbedingungen, wo aber die Haltung sowie die Ausreitmöglichkeiten suboptimal sind?
War schon jemand in einer solch verzwickten Situation? Wie seid Ihr da wieder rausgekommen? Ich habe nur noch ein Brett vor dem Kopf und hoffe auf Eure Erfahrungswerte.
Vielen Dank für Eure Hilfe!

Fah


21.07.2021 - 15:42
eponine

Hallo, das klingt ja nicht sehr schön.
Hast du die Möglichkeit in eine Klinik zu fahren wegen einer vernünftigen Diagnose?
Das würde ich Dir dringend empfehlen.
Ohne Diagnose würde ich erstmal nichts entscheiden bzw. möglichst wenig unkoordinierte Bewegung zulassen.
Alles Gute!


21.07.2021 - 16:29
Erdmute

Oh jeh, das ist ja echt blöd :-((
Zu all dem Ärger bleibst du ja auch noch auf den Kosten sitzen. Ätzend.

Meine 4-jährige Haflingerstute hat auch gewisse Probleme mit einem Hinterbein, allerdings um welten weniger als deine. Zur Zeit schieben wir das aufs Wachstum und "Knie".

Den Winter über habe ich sie immer wieder frei laufen lassen, was ihr Gemüt wohl gebraucht hat. Leider ist sie dabei einige Male weggerutscht. Als es dann ans reiten ging, wurde die Probleme deutlich (oder entstanden zu der Zeit??). Ich habe sie durch die Chiro behandeln lassen und freilauf eingestellt. Dann kam die Zeit, als ich das galoppieren beginnen wollte an der Longe. Da ist sie zwar nicht gerutscht, aber hat sehr kreative Sprünge veranstaltet, kam aber nicht in den Galopp. Nach 2,3 Versuchen war sie regelrecht lahm.

Wieder behandelt, Galoppversuche eingestellt. Nach der 2. Behandlung habe ich mit Trabstangen begonnen und seit dem geht es immer besser. Aber nach wie vor gilt: kein Freilauf (nur Paddock mit Maggy) und keine Galoppversuche. Dafür angepasste Seitengänge, alle 2-3 Tage Trabstangen vom Boden und ausreiten üben (das Köpfchen muss noch viel verarbeiten dabei). Dazu (quasi als Vorübung zum Piaffieren), einfaches Anwinkeln der Hinterbeine auf Touchieren. Noch keine Hankenbeugung, sondern nur Hinterbeine heben, abwechselnd. Leider findet sie die Übung saudoof. Selbst mit Klickern. Ich werde es bei Gelegenheit mal mit Handtarges versuchen, vielleicht wird das besser.


Mein Tipp für dich: Nimm sie aus dieser Gruppe raus. So wird es nicht besser werden, denke ich. Möglicherweise sind die die suboptimalen Haltungsbedingungen in dieser Situation besser. Jedes Rutschen wird ihr weh tun und die Heilung verzögern.

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