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Explosives Verhalten - steuern, ableiten, vermindern [Hits: 3344]

Hallo Zusammen,

Malou ist eine 4-jährige Haflingerstute, die seit gut einem Jahr in meinem Besitz ist. Sie wurde von der Züchterin angeritten und war 3,5 jährig so weit, dass sie mir im Schritt (Schlangenlinien durch die ganze Bahn), Trab (Zirkel) und Galopp (ganze Bahn) vorgeritten wurde. Ich habe sie im Schritt und Trab probegeritten.

Bei mir hatte sie einige Umstellungsschwierigkeiten, Angst im Dunkeln, Angst in der Reithalle (das kannte sie nicht). Sie zeigte sich sehr explosiv, starkes Bocken im Freilauf und an der Longe, mindestens 3 die Woche musste sie "sinnlos rasen" um nicht "blöd" an der Hand und endlos nervig im Auslauf zu werden.

Ansonsten ist sie sehr schnell im Lernen, und eher langsam in der Bewegung. Abgesehen von den Ausrastern ist sie langsam in der Reaktion, man sieht regelrecht, wie sie nachdenkt bevor sie handelt.

Im Frühjahr wurde sie ruhiger, ich fing an sie zu reiten, dort zeigte sie sich triebig und ruhig. Zum Sommer hin wurde sie mit Lahmheiten sypmtomatisch (1. Diagnose spinale Ataxie, 2. Diagnose PSSM 2 p4/p4). Die Symptomatik wurde nach einer Influenzaimpfung abrupt schlimmer, sie ging nur Schritt. Verlust der Muskulatur in Rücken und Kruppe. Futterumstellung passend zur PSSM 2 Diagnose, langsame Besserung. Mittlerweise trabt sie wieder an der Longe und im Freilauf, manchmal sieht man auch einige richtige Galoppsprünge. Die Muskulatur ist wieder da, gefühlt ganz plötzlich. Ataktische Bewegungen sehe ich gar nicht mehr.

Ich denke, dass ich beginnen könnte, sie wieder ein paar Minuten zu reiten. Wenn, ja wenn da nicht diese Ausraster wären, die mit steigender Beweglichkeit wieder zurückgekommen sind. Sie tut es im Freilauf und an der Longe, oft als Reaktion auf Bewegungen meinerseits oder auf Geräusche von außen. Im Auslauf sehe ich es nicht, aber der Boden lädt auch nicht dazu ein.

Ich merke, wie sie in der Halle inneren Druck aufbaut. Ihre Angst hat sich deutlich gebessert, aber den Hufschlag an der langen Seite mit dem Außentor findet sie immer noch doof und meidet ihn nach kKäften. Der gegenüberliegende Hufschlag ist OK für sie.

Was habt ihr für Erfahrungen mit explosiven Pferden? Welche Strategien führen bei euch (nicht) zum Erfolg? Konntet ihr Ursachen feststellen?

Ich habe Angst, dass sie sich losreißt, dass sie sich verschätzt und in die Bande kracht oder wahlweise mich oder jemanden anders umrennt oder beim Ausschlagen trifft und dass sie einfach nicht kompatibel mit anderen Pferden wird. Denn im aktuellen Zustand will ich nicht riskieren, sie mit anderen Pferden zusammen zu bewegen. Vielleicht wird es im Frühjahr wieder besser, vielleicht war die Besserung im letzten Jahr schon Teil der Symptomatik.

Was ich feststellen konnte bzgl. der Futterumstellung ist, dass eine gewisse Menge natürliches Vitamin E hilft. Wird diese über- oder unterschritten, dann wird es schlimmer. Beim Überschreiten wird sie echt schreckhaft und beim Unterschreiten sehr unwillig in der Bewegung und echt böse, wenn ich auf Trab bestehe. Allerdings bin ich noch ganz am Anfang, möglicherweise ist es nur eine Korrelation.

Was nicht hilft ist, die seit der Futterumstellung extrem hohe Proteinzufuhr zu senken. Dann fällt sie in die Bewegungsunlust zurück und wenn ich sie dann zum Trab zwinge, dann wird sie (vermutlich zur Recht auf Grund von Schmerzen wegen der Myopathie) richtig böse. Ich muss also mit der Energie umgehen, die ich ihr anfüttere. Das will ich auch tun, nur das Verhalten macht es schwierig.

Erdmute


16.01.2022 - 16:29
Graupony

Auf ner grossen Fläche allein rumfetzen lassen.
Hilft hier immer.


16.01.2022 - 16:39
Erdmute

Aktuell habe ich so eine Fläche nicht zur Verfügung, der Boden ist zu rutschig. Aber im letzten Winter war das nicht die Lösung, nach Stürzen habe ich es eingestellt.

Die 800 qm Reithalle mit griffigem Boden löst das Problem jedenfalls nicht.

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