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(Chronische) Darmentzündung und ihre Folgen [Hits: 303]

Guten Abend,

in den letzten Jahren hatten die Koppler immer wieder Ideen oder Erfahrungsberichte - und vielleicht könnt ihr ja auch diesmal meinen Pony mit euren Gedanken helfen?

Mein Isländer wird dieses Jahr 18 Jahre alt, und ist schon seit einigen Jahren mit orthopädischen Problemen (Fesselträger, HWS) in Frührente. Im vergangenen April hab ich ihn nach vielen Jahren in einen neuen Stall gestellt, dieser ist circa 90 km entfernt. Ich erhoffte mir viele Freunde und deutlich mehr Platz als bei uns am heimischen Stall. sprich mehr Lebensqualität.

Schon im Mai war er schmaler, ich hatte mit dem Gras eher mit einer Gewichtszunahme gerechnet. Wir schoben es auf den Umzugsstress. Er nahm weiter ab, wechselte noch einmal die Herde in eine ruhigere Gruppe mit Futter ad libitum. Er nahm weiter ab. Der Tierarzt konnte nichts feststellen, nur die Eosinophile im Blut waren erhöht. Eine Wurmkur stand eh an, es gab Equest Pramox.
Die ersten kühleren Tage (10 Grad) ließen mein Pony schlottern.

Es folgte ein Klinikaufenthalt, er hatte knapp 100 kg Gewicht verloren. Gastroskopie, Biopsie und Ultraschall. Diagnose nekrotisierende Dünndarmentzündung mit Beteiligung zahlreicher eosinophiler Granulozyten.

Ich holte ihn wieder in den Heimatstall, er bekam Gastroguard, Sucrabest und Cortison. Wir haben ihn wieder gut aufgefüttert bekommen, er hat Idealgewicht mit Tendenz zur Pummeligkeit. Er bekommt Heu zur freien Verfügung.

Im Oktober begann er nachts zu schwitzen. Egal ob auf der Weide oder in der Box, plus 10 oder minus 10 Grad. Pony schwitzt nachts, teilweise extrem. Tagsüber trocknet er weitestgehend. ACTH ist unauffällig, um das abzuklären folgte auch ein TRH-Stimulationstest: Ergebnis ganz knapp positiv im Graubereich. Deshalb zusätzlich seit kurzem Corticosal. Er schwitzt weiterhin extrem.

Verschiedene Versuche das Cortison auszuschleichen, liefen schief. Er fraß weniger, oder zeigte ein Schmerzgesicht. Er bekommt nun dauerhaft Cortison, was bei seiner Erkrankung nicht ungewöhnlich ist. Die Eosinophile sind weiter gestiegen, die Entzündungsparameter im Blut im Normbereich.

Allerdings schaffen wir es nicht, das Gastroguard abzusetzen. Nach ein oder zwei Wochen reduziert er dann wieder die Raufutteraufnahme bis auf die Hälfte. Wählerisch ist er eh geworden. Sein Magen war in der Gastro völlig unauffällig.

Vom allgemeinen Verhalten empfinde ich ihn als reduziert. Er ist sehr ruhig, ich hab schon gesagt dass ich gerade sogar ein Kind mit ihm losschicken könnte - und das will was heißen.

Meine Tierärztin hat nun keine weiteren Ideen mehr, und empfiehlt eine weitere Meinung einzuholen.

Die Klinik, die die Diagnose gestellt hat, wäre möglicherweise eine Anlaufstelle. Allerdings hatte ich in den vergangenen Telefonaten den Eindruck, dass sie auch keine weiteren Ideen haben. Eine weitere mobile Tierärztin schlug einen Medikamentenwechsel auf Metro und/oder Cytotec vor, hatte aber auch nicht wirklich Erfahrung. Eine Internistin riet telefonisch zu Geduld und abwarten.

Wir haben hier noch weitere Kliniken im Umfeld, die ich im Laufe der nächsten Woche kontaktieren werde.

Hätte er nicht so gut wieder zugenommen, wäre der weitere Weg wohl klar bzw. endlich gewesen. So mag aber keiner von uns so wirklich aufgeben, aber dauerhaft haltbar finde ich die Situation so auch nicht.

Im Netz finde ich eher Berichte von peraktuten Darmentzündungen ( so eine perakute Colitis hat er vor Jahren knapp überlebt), aber kaum was zu chronischen Enteriden. Habt ihr in die Richtung Erfahrungen für mich? Oder fällt euch was zum nächtlichen Schwitzen ein?

Viele Grüße,
Miriam



Katinka-Fan


28.01.2023 - 22:05
goertzie

Ich würde die TiHo Hannover kontaktieren. Die haben da oft noch Ideen, die man selber bzw. der eigenen Tierarzt gar nicht in Betracht zieht. Alles Gute!


28.01.2023 - 22:25
Graupony

Chron. Dünndarmentzündung beim Shetty.
Inappetenz und komplette Heuverweigerung im Winter.
Gewichtsabnahme ca. 100kg.
2x für einige Tage in Klinik gewesen, allerdings mit Anfangsverdacht "Zähne".
Gastroskopie etc. aufgrund des schlechten Zustands nicht mehr möglich.

Von Distanzreiter eine TCM-Tierärztin, zufällig aus dem Ort, empfohlen bekommen.
Diagnose durch Palpation und gründliche Anamnese.

Behandlung:
- Phytoterapeutisch (Apotheke am anderen Ende der Republik hat ihre Rezeptur zusammengekocht) mit Hinweis "Ab Tag 8-10 setzt meist die Wirkung ein."
An Tag 8 fraß das Knödelchen endlich wieder!!
- 365/24/7 Gras!

Gras kann lt. Fachartikel, den ich damals gefunden habe, eine Spontanheilung auslösen.
Kann ich absolut und zu 100% unterschreiben!

Das Shetty kam in Absprache mit TÄ auf "Hufrehegras", das jedes andere Shetty nur durch Anblick schon dahingerafft hätte.

Sie bekam eine Shettyschleuse und konnte so allein jederzeit von den Anderen weg auf die gesamte (nachwachsende/Frühjahr) Weidefläche.

Den unbegrenzten Weidegang haben wir glaube ich 2 Jahre beibehalten.

Rückfälle gab es anfangs in jedem Fellwechsel.
Waren mit dem TCM-Sud aber jedesmal sofort im Griff.

Seit ca. 2 Jahren ist sie absolut stabil.
Die EOS im BB sind immer noch auffällig, bei Palpation reagiert sie für "DD" auch immer noch.
Aber Symptome zeigt sie keine mehr, ist topfit, kackfrech, hat Flöhe im Hirn und frißt wie ein Scheunendrescher.

Ich bin so unendlich dankbar, diesen Tip mit der TCM-TÄ erhalten zu haben.

Kortison gab es nie. (Hätte ich, weils ja auch wieder hier ausgeschieden wird, ein wenig Probleme mit, als Dauergabe.)

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