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Pferd hat ständig verschleimte Lunge (Diagnose beginnende COB) [Hits: 635]

Hallo zusammen,

bei meinem Pferd wurde eine chronische Bronchitis (noch) im Anfangsstadium festgestellt und ich bräuchte einige Ideen, da wir es nicht in den Griff bekommen...

Begonnen hat es im Januar, als nach dem Reiten einseitig Schleim aus der Nüster lief. Der hinzugezogene TA meinte, die Lunge sei frei, evtl. sollte ich mal die Luftsäcke kontrollieren lassen und spritzte zum Aufbau des Immunsystems Zylexis im wöchentlichen Abstand.
Sie war vorher zu keiner Zeit offensichtlich krank oder angeschlagen und hat auch nie gehustet. In den nächsten Wochen kam nach Belastung immer mal wieder etwas Schleim aus der linken Nüster, irgendwann aber dann nicht mehr.

Mitte März hatte ich das Gefühl, der Vorwärtsgang beim Reiten wäre irgendwie nicht mehr so richtig da. Kurz darauf fing sie von einem auf den anderen Tag an, heftig zu husten. Auch hat sie nicht mehr richtig tief eingeatmet/durchgeatmet.
Jetzt stellte der TA eine völlig verschleimte Lunge fest. Behandelt wurde mit Ventiplus und Cortison (3x i.v.). Ich habe außerdem angefangen, Plantagines zu füttern. Es kam wieder Schleim aus den Nüstern, der Husten hörte auf, aber es war immer noch ein Knistern in den hinteren Lungenabschnitten zu hören. Außerdem war beim Ausatmen eine leichte Dampfrinne sichtbar. Während dieser Zeit habe ich sie auch akupunktieren lassen, um den Schleimlösung zu fördern.

Nachdem die zweite Dose Ventiplus leer war und immer noch Schleim floss, sind wir in die Klinik zur Bronchoskopie gefahren. Hier war etwas Schleim in der Luftröhre vorhanden, der nach einer Probennahme Entzündungszellen enthielt. Die Luftsäcke waren frei. Diagnose: Beginnende COB.
Sie bekam wieder Ventiplus und über zwei Wochen täglich Prednisolon. Der Zustand besserte sich, es floss nahezu kein Schleim mehr aus den Nüstern, beim Reiten war sie wieder frischer und die Dampfrinne beim Ausatmen verschwand.

Jetzt sind die Medikamente seit zwei Wochen abgesetzt, es kommt unter Belastung wieder Schleim aus den Nüstern und ich habe das Gefühl, sie wird auch beim Reiten wieder etwas schlapper. Die Lunge setzt sich also wieder zu.

Zur allgemeinen Haltung und Behandlung:
- Offenstall plus Weide mit vielen Bewegungsmöglichkeiten
- seit der Diagnose ausschließlich nasses Heu
- seit März tägliches Inhalieren mit Emser Salz
- ebenfalls seit März dauerhaft Plantagines
- immer mal wieder über mehrere Tage Kräuterelixier zur Schleimlösung
- mehrmals wöchentlich Akupressur
- geritten wird sie 4 - 5 x pro Woche (Dressur und Gelände)

Bisher hatte ich noch kein "Lungenpferd" und bin inzwischen leicht überfordert, weil es ihr trotz optimaler Haltung nur richtig gut geht, solange sie Ventiplus und Cortison bekommt.
Dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt, ist mir bewusst. Mir geht es primär darum, dass die Lunge frei wird/bleibt und mein Pferd auch ohne Dauergabe von Venti und Cortison möglichst symptomfrei lebt.

Kann hier vielleicht jemand Erfahrungswerte, Tipps oder Ideen beisteuern?


Flubber


01.06.2017 - 19:17
Graupony

Rat meiner TÄ: Plantagines nicht ohne Pause geben, da eine Gewöhnung einsetzt.
Wusste ich nicht. Hier riet sie zu ACC, Thymian und Sputolysin jeweils im 4 Wochen-Wechsel.


01.06.2017 - 19:24
ilonahoi

Ach je....mein Beileid. Ich habe auch so ein Pferd. Was ist mit Einstreu? Hoffendlich keine vorhanden? Zumindest Stroh würde dir jegliche Medigabe sabotieren. Heu richtig nassmachen ist eigentlich ein Garant dafür, daß es aufwärts gehen müßte. Es gibt 2 Baustellen bei solchen Sachen. Das eine sind die Bronchospasmen, also das Verkrampfen der glatten Ringmuskulatur. Das andere ist die übertriebene Schleimbildung wg. allergie. Bei Bronchospasmen gibt es wg. der fehlenden kompletten Belüftung der Lunge halt sofort auch mehr Schleim. Deswegen wird das immer so schnell zu so einem scheiß Teufelskreis. Ich finde, diese Ache ist von Pferd zu Pferd sehr individuell und erfordert uns Besitzern sehr viel ab bzgl. beobachten und sich merken. Ich gebe z.B. In schlimmen Zeiten Ventipulmin solo, und kombiniere das mit Schleimlöser meiner Wahl. Habe lange Sputolysin genommen, das wirkt auch gut, aber mein Pferd wird davon schlaflos, legt sich nicht mehr hin. Momentan gebe ich Tussivet, 50% der empfohlenen Dosis. Das finde ich sehr gut, wirkt zuverlässig, ist bezahlbar und rel. ungefährlich und mein Pferd schläft weiterhin gut (Tussivet ist auf Basis Salmiak).

Mein Pferd ist zu dieser Zeit im Jahr auch sehr kurzatmig (grds. ist Mai der schlimmste Monat bei all diesen Pferden), daher muß ich im Moment am meisten mit Medis gegensteuern. Wichtig ist immer Bewegung, dabei bringts bei meinem wenig, wenn ich viel schnell und dafür kurz reite, bei ihm ist wichtiger lange zu reiten, dann reicht aber Schritt und bißchen Trab.

Also ich würde versuchen, einen guten Schleimlöser zu finden, der deinem hilft und der langfristig verträglich ist, und Venti ohne "Plus" setze ich ein, wenn ers braucht. So sparsam wie möglich, aber man muß eben auch sagen, daß dieses Medikament unverzichtbar ist oft, wenn man vernünftig helfen will bei Luftnot.


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